Kategorien: Weltwirtschaftskrise

Finanzkrise: Die größte Chance der Menschheit?

30. Dezember 2008 von Bernd Hückstädt
2012 - Ende, Transformation, Neubeginn?

Eigentlich hätte es jeder merken müssen:
Die Art und Weise, wie wir Menschen bisher mit einander umgegangen sind, hat immer wieder Kriege, Not, Elend und Umweltzerstörung mit sich gebracht. Die Natur hingegen schuf so wunderbare Dinge wie sauberes Wasser, frische Luft, Berge, Auen und Täler, Regenwälder, Blumen, Tiere und … die Menschen. Einfach ausgedrückt: Die Natur schafft Leben – der Mensch hat bisher meist Leben zerstört.

Was machen wir seit Jahrtausenden falsch, was die Natur richtig macht? Was hat uns aus dem Paradies geworfen? Die Bibel sagt: wir aßen vom „Baum der Erkenntnis“. Weltlich gesprochen: wir wollten klüger sein als die Natur. So begannen wir systematisch gegen die Natur und damit gegen das Leben zu arbeiten, mit allen bekannten Folgen.

Noch ist es nicht zu spät. So lange wir die lebendige Natur noch haben, ist auch der Schlüssel zum Paradies noch da: je besser wir dem Vorbild der Natur folgen und je besser wir mit der Natur kooperieren, umso besser wird das Leben wieder für alle funktionieren.

In Forschung und Technik wird dieser Grundsatz zum Teil schon berücksichtigt. Flugzeuge zum Beispiel imitieren die Flugeigenschaften der Vögel, deshalb fliegen sie. Zum Antrieb verbrennen sie Erdöl, deshalb tragen sie zur Umweltbelastung bei.

Unsere Wirtschaft und ganz besonders unser Geldwesen arbeiten noch komplett gegen die lebendige Natur und produzieren deshalb Not, Kriege und Umweltkatastrophen, Krankheit und Terror. Noch benehmen wir uns wie ein Krebsgeschwür, das so lange wächst und wuchert, bis es mit samt seinem Wirt stirbt. Während die Wirtschaft langsam beginnt, in Richtung „Grüne Technologie“ umzuschwenken, blieb das Geldwesen bis jetzt noch bei der todbringenden Krebsstrategie. So ist es kein Wunder, dass wir kurz vor einem Kollaps des alten Finanzsystems stehen.Die Finanzkrise ist vielleicht die größte Chance der Menschheit, denn das alte Geldsystem brachte einen Interessenkonflikt zwischen Wirtschaft und Natur mit sich. Doch jetzt müssen wir alle an einem Strang ziehen um gemeinsam zu überleben. Wir brauchen ein neues Finanzsystem, ein „Lebensgeld“, das gemäß einer „Natürlichen Ökonomie“ funktioniert, die Interessen von Ökonomie und Ökologie vereinigt und weltweit Wohlstand für alle bringt.

Wie kann solch eine natürliche Ökonomie aussehen?
Um das herauszufinden möchte ich Sie einladen, die folgenden Beobachtungen und Überlegungen auf sich wirken zu lassen:

  1. Die Natur existiert schon viel länger als der Mensch. Ganz ohne menschliches Finanzsystem funktioniert sie so gut, dass sie sogar den Menschen hervorgebracht hat.
  2. Die Natur kennt keine Schöpfung durch Schulden, sie schöpft durch das Leben für das Leben.
  3. Deshalb braucht sie keine Steuern, um die Infrastruktur für alle Lebewesen zur Verfügung zu stellen.
  4. In Freiheit lebt jedes Lebewesen seinem Wesen entsprechend. Offenbar stellt die Natur keine Bedingungen.
  5. Zur Arbeit gezwungen werden Tiere erst in menschlicher Gefangenschaft.
  6. Keine Pflanze und kein Tier kämpft für ein Recht auf Arbeit.
  7. Der Natur gelingt ein Kunststück, von dem die Ökonomen träumen: Ewiges Wachstum auf begrenztem Raum. Dieses ewige Wachstum, dieses ewige Werden ist allerdings mit dem ewigen Vergehen verbunden. Wir nennen das den Kreislauf von Werden und Vergehen.

Was können wir aus diesen Beobachtungen lernen?
Gehen wir Punkt für Punkt durch:

  1. Der Mensch ist gut beraten, sich die lebendige Natur als Vorbild zu nehmen.
  2. In einer Natürlichen Ökonomie darf das Geld nicht durch Schulden geschöpft werden, wie im alten System. Die Geldschöpfung muss durch das Leben selbst erfolgen. Sinnvoller Weise wird für jeden Menschen die gleiche Geldmenge geschöpft, und zwar in regelmäßig wiederkehrenden Abständen, ähnlich den Früchten der Natur.
  3. Ein Teil der Geldschöpfung kann für den Staatshaushalt inklusive Gesundheits- und Sozialwesen verwendet werden. Dann braucht es keine Steuern, um die Infrastruktur für Alle zur Verfügung zu stellen. Staatsschulden waren gestern. Bisher arme und reiche Länder gleichen sich in ihrem Wohlstand an. Soziale Unterschiede werden geringer. Die Welt wird friedlicher.
  4. Damit jeder Mensch seinem Wesen entsprechend leben kann, wird ein Teil der Geldschöpfung für ein bedingungsloses Grundeinkommen verwendet. Probleme wie Arbeitslosigkeit, demografischer Wandel usw. lösen sich auf. Gleichzeitig hat jeder Mensch die Möglichkeiten, seine wahren Fähigkeiten zur Blüte zu bringen. Es wird weniger gearbeitet, aber dafür mit deutlich höherer Qualität.
  5. Wegen des Grundeinkommens sind die Menschen nicht mehr gezwungen zu arbeiten. Kinder- und Zwangsarbeit verschwinden. Die umweltschädliche Überproduktion geht zurück. Dennoch besteht ein hoher Leistungsanreiz, denn zum Grundeinkommen kann beliebig viel steuerfrei dazuverdient werden.
  6. Arbeitskampf wird überflüssig, denn jeder ist versorgt.
  7. Da das Geld laufend geschöpft wird, muss es vergänglich sein, damit die Geldmenge konstant ist und somit die Preise stabil bleiben.

Auf diesen und weiteren Erkenntnissen wurde in mehrjähriger intensiver Arbeit die Natürliche Ökonomie entwickelt. Sie bietet unter anderem:

  • Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Menschen,
  • Ein bedingungsloses Staatseinkommen für jedes Land,
  • Einen Ausgleichs- und Umwelt-Fonds zur Sanierung der Altlasten.

Der Ausgleichs- und Umwelt-Fonds verfügt zusätzlich über die gleiche Geldmenge, wie der restliche Staatshaushalt. Umweltschutz und Umwelt-Sanierung werden die lukrativsten Wirtschaftszweige.

Die Natürliche Ökonomie hat das Potential, alle bekannten geld-bedingten Probleme der Menschheit zu lösen, wie z.B. Arbeitslosigkeit, demografischer Wandel, Gesundheitskosten, Armut, Kriminalität, Umweltschädigungen und Kriegstreiberei. Ein Zusammenbruch des alten Finanzwesens bringt die Chance des Wandels mit sich. Wenn dieser Wandel gelingt, kann sich die Menschheit auf die Herausforderung des Jahrhunderts konzentrieren: Das gemeinsame Überleben.

Mehr zum Konzept der Natürlichen Ökonomie finden Sie auf www.joytopia.net

Bernd Hückstädt

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4 Kommentare zu “Finanzkrise: Die größte Chance der Menschheit?”

  1. Ramona

    Diese Ideen gefallen mir sehr gut.
    Ich würde sie um einen zusätzlichen Punkt erweitern.
    - so wie die Natur ein ewiger Kreislauf ist, sollte das auch beim Geld sein. Folglich sollte jeder Mensch gewillt sein, in einem bestimmten Zeitraum das Geld wieder auszugeben. So bleibt der Kreislauf ein Kreislauf.
    Alle Bäume geben ihre Blätter im Herbst wieder her, genauso wie sie ihre Früchte hergeben.

  2. Siegfried

    Dieser Aspekt ist bereits berücksichtigt. Das Geld verliert jeden Monat 5,8% (das sind pro Jahr exakt 50%) an Wert, wenn man es nicht ausgibt. Somit wird das Horten von Geld unattraktiv. Die Leute werden es ausgeben, so lange es noch Kaufkraft hat.

    Die Natürliche Ökonomie sind nicht nur Ideen. Es handelt es sich um ein komplett durchdachtes Finanzsystem.

  3. Ramona

    Ahh super Danke.

  4. Marc Schwarz

    Spannend!
    Ich versuche mal meine Gedanken in Form zu bringen.
    (Was mir bei den “Grenzthemen” immer schgwer fällt)
    Du schreibst: “Die Natur schafft Leben – der Mensch hat bisher meist Leben zerstört.” – An dieser Stelle mal vielen Dank an die Natur, die uns als Basis viele Dienste leistet und leistete!
    Weiter im Text war zu lesen: “wir wollten klüger sein als die Natur”.

    So wie ich die Entwicklung beobachte gab es eine Zeit, in der wir uns in der Einheit befanden. Unmöglich sich selbst zu erkennen.
    Waren wir uns nicht bewust.

    Getrennt zu leben war die erweiterte Form des Lebens um uns in Reinkarnationen zu erfahren, wissen und KLUGHEIT zu erlangen und das Selbst in allen möglichen Formen zu erleben. Mit all den Wichtigen! Erfahrungen, die man natürlicherweide in der Dualität erlebt.

    “Doch jetzt müssen wir alle an einem Strang ziehen um gemeinsam zu überleben.” – natürlich.
    Wenn ich mich so umschaue, und ich Teilbereiche sehe, wie Hippis, (Tranpersonaler) Psychologie, Quantenphysik, Altanative Heilmethoden, und es gibt noch mehr Bereiche, frage ich mich warum die Politik / Öffentliche Medien Wirtschaft diesen Sprung noch nicht geschafft hat.

    Diese “Krebsstrategie” wird in den letzten Zügen zerfallen. (Das wissen die “Stippenzieher” und geraten immer mehr in Panik. Das Tier wird sich nochmal mit aller Gewalt aufbäumen. Es ist der Todeskampf.) Was gleichzeitig die Möglichkeit bietet, das Neue nur noch stärker werden zu lassen!

    Ich bekam vor kurzem eine Mail von den Machen des Filmes vom Bedingungslosen Grundeinkommen:

    “Grundeinkommen – ein Kulturimpuls
    Unser Film zum Grundeinkommen wurde seit seiner Premiere im September in über 50 Städten gezeigt, über 10’000 DVDs sind unterwegs, werden verteilt, kopiert und weitergegeben, mehr als 25’000 mal wurde der Film im Internet angesehen und heruntergeladen.

    Wir schauen auf ein Jahr zurück, in dem die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens weitere Kreise gezogen hat.”

    - Und wie das Kreise zieht! Genau zur passenden Zeit.

    Ich bin auch weiter davon überzeugt, daß in unserer Entwicklung nun die drei in unserem Bewustsein eine wichtige Rolle spielen wird.
    Tehmen wie:
    - aus einem erhöhten Bewustsein zu betrachten,
    - Ich / Du / aus einem anderen Blickwinkel
    - die Dreifaltigkeit: Körper Geist uns Seele
    usw. wird uns weiter bringen…

    Was mich jetzt vor einer halben Stunde bewegte, war ein Film, über Strudel, Orgon und Wasserenergie.
    Das alles dort klang für mich abstrus, und mit meinem wissenschaftlichen Verständnss war ich plötzlich auf Abwehr.
    Auf der anderen Seite ist das System, das er Vorstellte, in sich so geschlossen, logisch und verständlich, daß ich auch irgendwie berührt war und dem glauben schenken kann.

    Ich glaube die Kernaussage, auch zu Deinem Bericht, die mich bewegt ist die: Wie schaffe ich den Sprung, mich dem neuen anzuvertrauen?

    Gruß Marc

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