The Story of Stuff
24. Dezember 2008 von Siegfried TrebuchUnser Planet ist eine Kugel mit begrenzter Oberfläche und begrenzten Ressourcen. Wenn wir sie maßlos verschwenden, dann wird irgendwann nichts mehr übrig sein und wir werden auf einem zerstörten Planeten aufwachen. Das dürfte für jeden einleuchtend sein. Trotz dieser Binsenweisheit verhalten wir uns genau entgegengesetzt. Wir haben ein lineares Wirtschaftssystem aufgebaut, in dem der Erde Rohstoffe entzogen, Produkte erzeugt, konsumiert und der Erde als Müll zurückgegeben werden.
Gerade zu Weihnachten wird dieses Themen wieder aktuell. Meine Schwester arbeitet in einem Spezialgeschäft für Geschirr und Küchenbedarf. Ein Drittel des Jahresumsatzes wird in den vier Wochen vor Weihnachten erzielt! Die langsam ins Rollen kommende Wirtschaftskrise hat die Kauflaune in Europa noch kaum gebremst. In den USA hingegen blieben die meisten Einkaufstempel leer.
Die amerikanische Aktivistin und Moderatorin Annie Leonard hilft uns mit ihrem Video “The Story of Stuff” (hier auf Deutsch), den kompletten Konsumkreislauf und die damit verbundenen sozialen und ökologischen Folgen zu verstehen. Der wahre Preis unserer Produkte steht schließlich nicht auf dem Preisschild der Verpackung. Die Kosten von Umweltzerstörung und Ausbeutung von Billiglohnarbeitern werden nicht einkalkuliert.Bisher haben wir von den negativen Auswirkungen in den Industrieländern noch nicht viel gemerkt. Aber wer einmal eine Reise in ein „Entwicklungsland“ tut, der wird sich schnell fragen, was hier eigentlich schief läuft. Die industrielle Ausbeutung der natürlichen Ressourcen hat mittlerweile ein so dramatisches Ausmaß erreicht, dass die Konsequenzen auch uns bald mit voller Wucht treffen werden.
Es wird Zeit zum Aufwachen. Es wird Zeit, sich über die Verwirklichung eines nachhaltigen Wirtschaftssystems Gedanken zu machen.
Wenn Sie jetzt schon was dazu beitragen wollen: Hier zehn Tipps, was Sie tun können um unseren einzigartigen Planeten vor der Verwüstung und Vermüllung zu retten:
- Sparen Sie Energie.
- Werfen Sie weniger weg.
- Sie über dieses Thema.
- Verschaffen Sie sich Gehör.
- Entgiften Sie Ihren Körper, entgiften Sie Ihr Zuhause, entgiften Sie die Wirtschaft.
- Stecken Sie den Fernseher aus uns steigen Sie in die lokale Gemeinschaft ein.
- Lassen Sie Ihr Auto stehen und nehmen Sie das Fahrrad oder gehen Sie mal zu Fuß.
- Wechseln Sie die Glühbirnen und dann … wechseln Sie Ihr Denken.
- Recyceln Sie Ihren Müll und dann … recyceln Sie Ihre Volksvertreter.
- Kaufen Sie umweltfreundlich, kaufen Sie fair, kaufen Sie lokal, kaufen Sie gebraucht, und vor allem, kaufen Sie weniger.
Diese Maßnahmen sind ein sehr guter erster Schritt. Um das Problem vollständig zu lösen brauchen wir zusätzlich ein komplett neues Wirtschaftssystem, in dem der Schutz unseres Lebensraumes und das wohlergehen der Menschen oberste Priorität haben. Mehr dazu finden Sie auf www.joytopia.net
Die DVD von „The Story of Stuff“ können Sie auf www.storyofstuff.com bestellen.











Am 19. Januar 2009 um 23:43 Uhr
Umwelt-das ist ein großes Thema! Ich schreibe Erzählungen und Gedichte.Ich weiß nicht ob es angebracht ist eines hier zum besten zu geben.Lieber Siegfried, ich denke das es das Thema trifft.Natürlich liegt es an Ihnen, diesen Beitrag zu löschen.Sie hätten mein vollstes Verständnis.Aber vielleicht kann man doch durch diese Zeilen einiges bewegen
Unsere Welt
Wir sind so sicher das die Welt
uns lange noch am Leben hält.
Denn der Mensch mit seinen Gaben
ist über allem so erhaben.
Wo irgendwann mal Wälder waren,
jetzt über Straßen Autos fahren.
Alles wird modernisiert,
alles Grüne betoniert.
Doch wir sind sicher das die Welt
uns lange noch am Leben hält.
Atomversuche,Robbensterben,
verseuchtes Meer, wer soll das erben ?
Ozonloch,Grenzwert,Auspuffgase,
doch wir rümpfen nur die Nase.
Denn wir retten doch die Erde,
auf das es niemals dunkel werde.
Und wer es wagt etwas zu sagen,
dem geht es aber an den Kragen.
Denn wir sind sicher das die Welt
uns lange noch am Leben hält.
Frühling,Sommer,Herbst und Winter
alles sind und bleiben Kinder
der Natur, die wir zerstören,
doch davon wollen wir nichts hören.
Denn der Mensch mit seine Gaben
ist über allem so erhaben.
Doch das es fünf vor zwölf schon steht,
das es so nicht mehr weitergeht,
nur das ist sicher für die Wlt,
weil so kein Leben lange hält.
Gruß Miranda
Am 24. April 2009 um 17:21 Uhr
Hi Allezusammen …
Diese genannten Punkte : “Was kann jeder tun ?” – sind ausgesprochen empfehlenswert, jeder sollt sie weiter verbreiten.
In Bezug auf diesen, wie auch den anderen Wirtschaftskrise-Artikel (“Panik…”)
möcht ich mich der Meinung anschließen, daß es (leider) ohne Systemzusammenbruch nicht gehen wird.
Die “vernünftigen Einsichten” sind seit den 80-er-Jahren da, die Masse der Menschen stimmt verbal zu, ändert ihr Konsumverhalten aber nicht.
Niemanden ist ein Vorwurf zu machen …(oder eben gleich ALLEN) — ich halt nichts davon, Schuldige zu suchen – nicht in diesem Fall und auch prinzipiell nicht. Das verstellt nur die Sicht aufs Problem, ist eine Art Psycho-Reflex, extrem verbreitet, weil bequem …. (SELBER schuldlos, aber die Anderen … kennt man)
Wir leben eben in einem derart vernetzten System, wo keiner sich wirklich entziehen kann, letztlich Mit-Täter zu werden an all den bedauernswerten Umständen und Zuständen. (Außer man steigt weitgehend aus dem Konsum-Zirkus aus, lebt alternativ und Energie-autonom … etc etc)
Nahezu Jeder ist kleines Zahnrad im Getriebe, will sein Erspartes renditeträchtig anlegen, seinen Benzin billig tanken, usw usw.
Die Politiker sind genauso gefangen in diesen Kreisläufen, abhängig von dem, was politisch durchsetzbar ist (somit dem Mainstream verpflichtet, wollen sie wiedergewählt werden …)
Die Finanzindustrie kann sowieso nicht anders, die leben ja davon, daß alles so weiterläuft, daß eben NICHT Nachhaltigkeit und Ökologie zählt.
So will uns auch jener Medien-Mainstream weismachen, das Schlimmste wär fast schon vorbei, der Tiefpunkt knapp voraus … – DANN wirds aufwärts gehen, so wie nach jeder Konjunkturdelle der letzten 40 Jahre.
Das “Große Umdenken” vermisse ich jedenfalls dort, wo die Entscheidungen über unser System getroffen werden.
Dieses Umdenken (vor allem es umsetzen !) wird erst möglich, wenn das alte System so kracht, daß es ersetzt werden MUSS.
Dieses gelassen erwartend
Jeremias
Am 21. Dezember 2009 um 13:56 Uhr
Es ist schon seltsam, daß uns immer wieder eingeredet wird, daß ein Systemkrach vor allem die ärmsten der Armen treffen würde, und deswegen müßte man das System um jeden Preis retten, vor allem die Banken. Was aber wäre nun, wenn die Dritte-Welt-Schulden schlagartig annuliert wären, keine Regierung mehr ihre “Verbindlichkeiten” in Form von Ausverkauf der heimischen Natur betreiben, keine Tribute mehr an den Zins der großen Vermögen mehr zu entrichten wären?
Dann hätten die ärmsten Menschen der Welt entgegen aller offiziellen Warnungen vielleicht sogar nicht nur viel bessere Überlebenschancen, sondern könnten wieder richtig leben. Und die lokale Natur könnte wieder nachhaltig genutzt werden, wie in den vergangenen Jahrhunderten überwiegend geschah. Nur um die kollektive Erfahrung “reicher”, was passiert, wenn man den Zins jahrzehntelang von unten nach oben umverteilen läßt, nur weil zu viele Menschen von dem Gedanken besessen waren, Geld “für sich arbeiten” zu lassen.
Leider ist da noch das Faustrecht in Form von Militär. Aber da kommt die Spiritualität ins Spiel, daß man sich von solchen Bedrohungen nicht einschüchtern lassen darf. Und auch nicht einschüchtern lassen muß. Wer andere erschießt oder bombardiert(es gibt ja noch viele weitere Gemeinheiten), hat nicht auf ein abgelaufenes “Ultimatum” reagiert (oder wie die Egorechtfertigungen sonst noch gedreht werden), sondern gemordet. Und das hat Folgen.
Was das Modediktat in the “story of stuff” angeht: Wenn man schon seit anderthalb jahrzehnten gewohnt ist, nicht immer das Neueste zu tragen, sondern erst dann Kleidung ect. kauft, wenn man es wirklich braucht, nimmt man die “strafenden” Blicke der Systemanhänger gar nicht mehr wahr. Umgekehrt kann man dann langsam anfangen, die “Stoffvernichter” in die Defensive zu treiben, wo denn die schicken Schuhe vom vorletzten Jahr geblieben sind. Kommt die übliche Masche von wegen mit der Zeit gehen und so, kann man mit der Aufklärung beginnen. Schön, daß man das Wort “modern” nur anders betonen muß, um dessen wahre Bedeutung zu hören.
Liebe Grüße
Burkhard