Singularität oder die Kunst aus sich selbst zu leben
7. Dezember 2007 von Siegfried Trebuch
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Im Beitrag über Polarität, dem ersten universellen Prinzip, habe ich davon gesprochen, dass diese Welt, in der wir leben, wie eine Küche ist. In ihr gibt es unendlich viele Zutaten, aus denen sich unendlich viele Gerichte zubereiten lassen. Stellen Sie sich vor, Sie kommen in diese Küche mit dem Vorhaben, Ihre Lieblingsspeise zu kochen. Sie wissen, welche Zutaten Sie dazu brauchen und nach welchem Rezept Sie vorgehen müssen. Sie werden vielleicht ein Messer aus der Lade nehmen und Fleisch oder Gemüse schneiden. Sie werden Reis oder Nudeln kochen oder einen Kuchen backen. Am Ende wird Ihre persönliche Lieblingsspeise auf dem Tisch stehen und Sie werden sie mit Genuss verzehren.
Nehmen wir an, ich gehe jetzt in dieselbe Küche mit dem gleichen Vorsatz meine Lieblingsspeise zu kochen. Ich hätte ein anderes Rezept im Kopf, würde andere Zutaten wählen und würde etwas komplett anderes als Sie zubereiten.
Gleiche Küche, anderes Gericht. Und genau das ist unsere Situation hier auf dieser Welt. Die Küche ist für alle die gleiche, nur kocht jeder sein eigenes Süppchen. Die Entscheidung, was gekocht wird, hängt vom Einzelnen ab und nur Sie wissen, was Ihre Lieblingsspeise ist, niemand sonst. Dieses Prinzip nenne ich Singularität, das zweite universelle Prinzip.
Singularität heißt:
- Sie sind einzigartig
- Sie sind der Chef in Ihrem Leben
- Nur Sie wissen, was das Beste für Sie ist
- Nur Sie kennen Ihre Wünsche und Sehnsüchte
- Alle Antworten auf Ihre Fragen liegen in Ihnen
- Sie brauchen keinen Guru
- Sie brauchen keine Kirche oder sonstige Institution, die Ihnen sagt,
was Sie glauben und tun sollen - Sie sind absolut frei
- Ehrlich zu sich selbst zu sein
- Sie allein tragen die volle Verantwortung für Ihr Leben
- Sie allein sind Ihres Glückes Schmied
Kinder sind singulär, handeln prinzipiell intuitiv. Sie kennen gar nichts anderes bis die Kontrollmechanismen der Umwelt zu greifen beginnen. Durch Erziehung lernen wir viele Verhaltensregeln, die nicht die unsrigen sind. Die Eltern sagen uns, was man tut und was man nicht tut. Durch Schule und Erziehung werden wir weiter gedrillt und lernen uns an unsere Umgebung anzupassen. Später müssen wir uns am Arbeitsplatz an gewisse Regeln halten, wollen wir nicht unseren Job verlieren. Viele von diesen Regeln, Gesetzen und Glaubenssätzen sind durchaus sinnvoll und ermöglichen erst ein funktionierendes Zusammenleben. Andererseits stehen viele davon im Widerspruch zu unserem inneren Empfinden, unserem Gefühl. Wir verlieren wesentliche Teile unserer Individualität, verlernen uns selbst zu vertrauen und werden dazu erzogen mit der Masse zu marschieren.
Im Extremfall werden wir aus unserer Mitte gerissen und zu einem kleinen Zahnrad im Getriebe des Kollektivs umfunktioniert. Oft wird uns dieser Prozess im Erwachsenenalter bewusst und wir fühlen uns in unseren Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt. Viele machen sich dann wieder auf die Suche nach ihren individuellen Wurzeln. Wir müssen Singularität wieder neu lernen. Wir müssen wieder lernen, mehr auf uns selbst zu hören, als auf die Medien, Wissenschaftler, Freunde, Experten, Ärzte oder Politiker. Wir müssen wieder die kindliche Kunst lernen, aus uns selbst zu leben, unseren Entscheidungen zu vertrauen.
Sie sind der Koch, die Köchin in dieser Küche der Polarität. Es liegt an Ihnen, etwas Schmackhaftes zu zaubern. Dazu müssen Sie aber wissen, wie sie vorgehen müssen, welches Rezept, welche Zutaten und Gewürze Sie brauchen. Hier kommt das dritte universelle Prinzip ins Spiel: Das emotionale Orientierungssystem.

Am 21. April 2008 um 17:30 Uhr
Hallo!
Habe Ihren Beitrag gelesen über die Welt-Küche, kann mich sehr gut mit diesen Wort WeltKüche idealisieren, doch eines möge auch noch zugefügt sein.
Wir sind gekommen auf den Planeten Mutternatur um den Kuchen Selbst zu backen und Selbst zu Köcheln, um die Zutaten zu bekommen benötige ich ein Gesetz der liebe, Kreation und Freude es sind Prinzipien was wir lernen um die vielen Kochrezepte zu kreieren um in einer Kreativküche auch existentiel zu Erleben und Leben. dAs Heißt wir benötigen zuerst Zutaten und dann ein Rezept und wie füge ich meine Lebensformeln und Prinzipien bei, dann kann ein Kuchen entstehen am Entstehungsherd einer Göttlichen Kunst.
Wir wissen um die Zutaten, wir wissen um das Rezept und Kuchen, doch Kochen und backen werden wir dann, wenn wir verstehen die Kunst einer Struktur, weil erst dann wird verstanden eine jene Zutat und die kunst zu mischen einen Mutterkuchen der neuartigen Weiblichen Zeitära.
Karin lg
Am 21. April 2008 um 19:33 Uhr
Liebe Karin,
Danke für Deinen Kommentar in dem Du einen ganz wesentlichen Punkt ansprichst! Singularität bezieht sich, wie das Wort schon sagt, auf den/die Einzelne/n. Jeder kommt mit einem eigenen Körper auf die Welt und lebt ein einzigartiges Leben. Trotzdem sind wir in eine Gemeinschaft eingebettet. Alles was ein Einzelner denkt oder tut wirkt sich auf die Anderen aus und umgekehrt genau so – was die Gemeinschaft denkt oder tut, wirkt sich auf den Einzelnen aus.
Die große Frage ist: Was wollen wir tun? Wie wollen wir unser Leben auf diesem Planeten gestalten. Zurzeit sind einige sehr bedrohliche Entwicklungen im Gang. Wucher, Gier und Ausbeutung gefährden den Lebensraum Erde. In den nächsten Jahren werden große wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Umwälzungen statt finden. (Ich werde vermehrt darüber schreiben.) Es liegt an uns, was wir daraus machen. Wir können die Herausforderungen bewältigen und ein Paradies auf Erden schaffen wenn wir lernen in Harmonie mit Mutter Erde zu leben.
Siegfried