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ToDo-List

26. Dezember 2007 von Siegfried Trebuch      Diesen Beitrag an einen Freund schicken Diesen Beitrag an einen Freund schicken

Bei meinem Bestreben, mir eine möglichst effiziente Arbeitstechnik anzueignen, hat sich ein Tool besonders bewährt: die ToDo-List. Sie erfüllt für mich zwei Funktionen:

1. Sie erinnert mich an anstehende Aufgaben
2. Sie hält spontane Einfälle fest

Ursprünglich habe ich die anstehenden Aufgaben in den Aufgabenblock von Outlook getippt. Das hat sich mit der Zeit als nicht optimal erwiesen, weil es ein Leichtes war, sie zu ignorieren. So habe ich mich entschlossen, trotz meines extrem digitalen Lebenswandels, wieder auf das gute alte Papier umzusteigen, zumindest was die ToDo-List betrifft. Sie prangt jetzt auf der Pinwand über meinem Schreibtisch. Da springt sie mir regelrecht ins Gesicht. Keine Chance sie zu ignorieren. Sollte ich wieder einmal in Verlegenheit geraten, nicht zu wissen, was gerade zu tun ist, genügt ein Blick auf die ToDo-List und alle Ausreden zerfallen zu Staub.

Ein weiterer großer Vorteil der ToDo-List ist, dass man nicht erst den PC einzuschalten braucht, um eine geniale Idee zu notieren. Die kommen bei mir meistens an den unmöglichsten Orten. Die Idee zu diesem Beitrag kam mir zum Beispiel unter der Dusche. Der warme Schauer scheint offensichtlich die Kreativität anzuregen. Genau so schnell, wie mir die Einfälle kommen, entfallen sie mir meistens auch wieder. Deswegen habe ich mir angewöhnt, sie sofort zu notieren. Schließlich sind die eigenen Ideen eine der wertvollsten Ressourcen, die man hat.

Über die Weihnachtsfeiertage war ich mit meiner Freundin in Venedig. In den paar Tagen Urlaub habe ich ein regelrechtes Feuerwerk an neuen Ideen erlebt. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass durch einen gewissen Abstand zum gewohnten Umfeld der Kopf frei wird für ganz neue Perspektiven. Da bewährt es sich dann, wenn man was zum Schreiben dabei hat. Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht, nie ohne meine ToDo-List aus dem Haus zu gehen. Seither ist mir keine Idee mehr durch die Lappen gegangen und meine Arbeitseffizienz hat sich beträchtlich gesteigert.

Die ToDo-List ist wie ein Puffer von dem Zeitpunkt, an dem eine Idee oder Aufgabe auftaucht, bis zum Zeitpunkt der Umsetzung. Mir fallen oft Aufgaben ein, während ich gerade mit der Erledigung einer anderen beschäftigt bin. Da es wenig effektiv ist, von einer Tätigkeit zur nächsten zu springen, landen alle neuen Aufgaben auf der ToDo-List.

Ein weiterer Riesenvorteil ist, dass ich den Kopf wieder frei habe für etwas Neues, sobald ich eine Idee schriftlich festgehalten habe. Ich empfinde es als anstrengend und unangenehm ständig an etwas denken zu müssen, um es nicht zu vergessen. Es ist, wie wenn man einen Deckel auf die sprudelnde Quelle hält, damit das Neue nicht das Vorhergehe wegspült. Wenn ich meine neuen Einfälle aufschreibe bin ich wieder offen für die nächste Inspiration. So kann die Quelle ungehindert weiter sprudeln.

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