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Depression

20. Januar 2008 von Siegfried Trebuch      Diesen Beitrag an einen Freund schicken Diesen Beitrag an einen Freund schicken

Das hier wäre keine ernstzunehmende Website über Persönlichkeitsentwicklung, wenn das Thema Depression nicht zur Sprache käme. Die Depression legt sich - oft scheinbar ohne Grund - wie ein Mantel aus Blei um unsere Schultern. Sie drückt uns nieder, sie lähmt, engt ein und macht Angst. Sie raubt uns die Sprache und gibt uns das Gefühl lebensunfähig und wertlos zu sein. Das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass vier Millionen Deutsche von Depression betroffen sind und dass gut zehn Millionen Menschen bis zum 65. Lebensjahr eine Depression erlitten haben. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Depression ist ein weit verbreitetes Phänomen, das Teil der Lebenserfahrung vieler Menschen ist. Vor allem im Winter erzählen mir viele Leute von Stimmungstiefs und Antriebslosigkeit. Die Medizin nennt das Winterdepression. Sie wird offensichtlich durch mangelndes Sonnenlicht verursacht und klingt im Frühjahr automatisch wieder ab.

Stimmungstiefs sind unangenehm, belasten und senken die Produktivität und Kreativität. Deswegen habe ich nach Wegen gesucht, wie ich den emotionalen Level wieder heben kann. Ich werde Ihnen in diesem Beitrag zwei bewährte Methoden vorstellen, wie Sie sich aus einem Gefühlstief selbst herausholen können.

Meines Erachtens gibt es zwei verschiedene Arten von Depression: Die eine ist physisch bedingt, die andere ist psychisch bedingt.

1. Physisch bedingte Depression

Sie kennen das vielleicht: Wenn Sie mal einen über den Durst getrunken haben, kann es vorkommen, dass Sie sich am nächsten Tag miserabel fühlen. Durch übermäßigen Alkoholkonsum wird der Stoffwechsel durcheinander gebracht, was physisch bedingte Depressionen auslösen kann. Selbst wenn Sie sonst von Ihrer Einstellung und Ihrem Denken her ein rundum glücklicher Mensch sind, können Störungen der Gehirnchemie zu vorübergehenden Depressionen führen. Sie vergehen in der Regel wieder von selbst, sobald der Körper wieder sein Gleichgewicht gefunden hat. Ähnliches passiert, wenn man stark verliebt ist. Jeder kennt die Gefühlsberge und -täler, die man durchmacht, wenn man gerade auf Wolke sieben schwebt. Die Symptome bei Liebeskummer sind ähnlich denen eines Katers nach einem Alkoholexzess: Druckgefühl im Kopf, Antriebslosigkeit und emotionales Tief.

Die physisch bedingte Depression lässt sich natürlich mit Antidepressiva bekämpfen. Da das Problem chemische Ursachen hat, kann man es auch mit Chemie bekämpfen. Vom gesundheitlichen Standpunkt aus ist das klarerweise nicht die optimale Lösung. Ich habe daher nach einem natürlichen Weg gesucht, um die Gehirnchemie rasch und ohne Medikamente wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Diesen Weg habe ich in Form einer simplen Atemübung gefunden, die ich über die Jahre selbst entwickelt habe. Durch die Atmung kann man den Sauerstoffgehalt im Blut deutlich steigern, wodurch Depressionen gemildert oder ganz aufgelöst werden können. Ich möchte Ihnen die sehr einfache, aber effiziente Übung kurz vorstellen:

Legen oder setzen sie sich bequem hin. Ich verwende einen Liegestuhl bei dem der Oberkörper etwas aufgerichtet ist um ein Wegdösen zu vermeiden. Wichtig ist, dass Sie sich körperlich so gut wie möglich entspannen. Die Entspannung der Psyche kommt durch die Übung in 15 bis 30 Minuten. Legen Sie nun Ihre Hände auf den Bauch unterhalb des Nabels. Atmen Sie langsam aber tief ein, sodass Sie spüren, wie sich Ihr Bauch hebt. Versuchen Sie die Luft soweit wie möglich nach unten zu drücken. Je tiefer umso besser. Wenn Sie die maximale Einatmung im Bauch erreicht haben, halten Sie die Luft an und zählen Ihre Herzschläge. Zwischen 8 und 14 Schläge sind optimal, je nach dem, wie es für am angenehmsten ist. Wenn Sie sich leicht tun nehmen Sie 14 Schläge, sonst 8. Dann atmen Sie langsam und gleichmäßig wieder aus, bis Ihr Bauch vollkommen entspannt ist. Sie brauchen die Luft nicht gewaltsam ausatmen. Entspannen der Atemmuskulatur reicht. In diesem Zustand kann die Lunge den Sauerstoff am effizientesten aufnehmen. Zählen Sie wieder 8 bis 14 Herzschläge und atmen Sie wieder gleichmäßig ein. Versuchen Sie bei jeder Einatmung die Luft noch tiefer in den Bauch zu pressen. Oft wird die Bauchatmung durch Verkrampfungen im Unterbauch blockiert. Bei dieser Übung geht es darum, die Bauchatmung wieder zu aktivieren, sie tief und locker zu machen. Große Mengen an zusätzlichem Sauerstoff gelangen dadurch ins Blut, was Depressionen nachweislich zum Abklingen bringt. Nach etwa 15 Minuten werden Sie eine deutliche Erleichterung spüren. Nach einer halben Stunde setzt dann schon ein euphorischer Zustand ein. Sie werden sich ausgeglichen, geerdet und selbstbewusst fühlen. Genau das Gegenteil von einer Depression und das ganz ohne Medikamente in kürzester Zeit.

2. Psychisch bedingte Depression

Die psychisch bedingte Depression wird durch ständige negative Gedanken verursacht. Wer ständig grübelt, oder an ein Unglück denkt, manövriert sich unweigerlich in eine Depression. Gedanken wirken sich auf den Körper aus. So kann sich eine psychische Depression zu einer physischen Depression auswachsen. In diesem Fall ist eine Änderung der Gedanken notwendig. Machen Sie Ihrem Verstand zu allererst klar, dass Sie negative Gedanken keinen Schritt weiter bringen. Sie tragen auch Null zur Lösung eines Problems bei. Die meisten Menschen können diesen Schritt meistens noch leicht nachvollziehen. Aber häufig wiederholte Gedanken entwickeln eine Eigendynamik, die es erst einmal zu durchbrechen gilt. Wir müssen einen Tanker, der schon länger in die falsche Richtung steuert auf neuen Kurs bringen. Dazu wird ein gewisses Maß an Ausdauer und Konsequenz benötigt. Das Mittel der Wahl ist, wie so oft, Meditation. Einfach und schnell können Sie mit ihr jedes Stimmungstief in ein Stimmungshoch verwandeln. Setzen Sie sich bequem hin und denken Sie während 15 bis 30 Minuten an etwas Aufbauendes, Erheiterndes. Das kann ein lieber Mensch sein, das kann ein Mantra wie „Glück“, „Liebe“ oder „Harmonie“ sein, das kann ein Ort sein, an dem Sie sich besonders wohl fühlen. Entscheidend ist, dass Sie dabei möglichst intensive, positive Emotionen wecken. Wenn Ihre Gedanken wieder zur gewohnten Negativität abschweifen, ärgern Sie sich nicht darüber. Kehren Sie einfach wieder zu Ihren positiven Gedanken zurück. Die werden mit der Zeit genau so eine Eigendynamik bekommen wir zuvor die negativen und mit täglicher Übung wird es Ihnen immer leichter fallen, weil der Tanker jetzt auf richtigem Kurs ist und sich davon auch nicht mehr so schnell abbringen lässt.

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