Autosuggestion

18. April 2007 von Siegfried Trebuch
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Unter Autosuggestion versteht man den Prozess, durch den jemand seinen Geist bewusst über die fünf äußeren Sinne, sowie den “inneren Sinn”, beliebigen Reizen aussetzt. Autosuggestion ist also nichts anderes als Selbstbeeinflussung. Dieser Vorgang spielt die Rolle eines Vermittlers zwischen dem Teil des Gehirns, der das bewusste Denken steuert, und demjenigen, der die unterbewussten Reaktionen und sonstigen psychischen Ereignisse regelt.

Indem wir bestimmten (gleichgültig, ob positiven oder negativen) Gedanken, Vorstellungen und Emotionen bewusst gestatten, unser Bewusstsein zu beherrschen, haben wir die Möglichkeit, das Unterbewusstsein auf dem Wege der Autosuggestion jederzeit im gewünschten Sinne zu beeinflussen. In jedem Augenblick, selbst dem scheinbar “ereignislosesten”, strömen zahllose verschiedenste sinnliche und psychische Reize auf uns ein und beeinflussen uns auf größtenteils unterschwellige Weise. Wir besitzen in entscheidendem Maße die Möglichkeit darüber zu bestimmen, welche Informationen unserem Unterbewusstsein zugeleitet werden sollen und welche nicht.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass sich jeder Mensch dieser ihm zur Verfügung stehenden Kontrollfunktion auch immer bedienen würde, ja sich ihrer überhaupt bewusst wäre. Die meisten der sogenannten “Pechvögel” liefern dafür den klaren Beweis. Sie stolpern von einem Unglück ins nächste und kommentieren das mit: “So was passiert immer nur mir”. Das Pech wird Teil ihrer Identifikation und manifestiert sich somit unweigerlich in ihrer persönlichen Realität. Sie sind sich nicht bewusst, dass sie ihre Erfahrungen selbst kreieren.

Unser Unterbewusstsein kann mit einem Stück fruchtbaren Bodens verglichen werden, auf dem, je nachdem, was für Samen in ihn gelangen, wild wucherndes Unkraut oder aber Blumen und Nutzpflanzen gedeihen. Das Prinzip der Autosuggestion ermöglicht es jedem von uns zu entscheiden, ob er sein Unterbewusstsein mit schöpferischen, positiven Gedanken und Emotionen bebauen, oder aber im fruchtbaren Garten seines Geistes destruktive Vorstellungen wuchern lassen will.

Damit unsere positiven Gedanken und somit Gefühle gedeihen können, müssen wir sie hegen und pflegen. Samen zu säen, sie einmal zu gießen, um sie dann wieder zu vergessen, wird sie nicht zum Aufgehen bringen. Genau diesen Fehler machen aber die meisten, die sich mit dem Gesetz der Anziehung, positivem Denken oder ähnlichem beschäftigen. Beständigkeit ist gefragt. Wenn Sie sich einmal dazu entschlossen haben, Ihr Denken und Fühlen umzukrempeln und sich auf die sonnige Seite des Lebens zu konzentrieren, dann bleiben Sie dabei! Verschwenden Sie nicht Ihre Energie durch ein ständiges hin und her schwanken zwischen alten Gewohnheiten und neuen Zielen! Bleiben Sie auf Kurs! Gehen Sie in kleinen Schritten, aber beständig auf Ihre Ziele zu!

In unserem Wohnzimmer steht ein Bonsaibaum. Jedes Mal, wenn ich mich davor zur Meditation hinsetze, besprühe ich ihn mit Wasser und gieße ihn. Gelegentlich zupfe ich vertrocknete Blätter ab oder schneide ihn. Der Baum hat nur eine Mission: zu wachsen und zu gedeihen. Durch die Pflege hat er optimale Voraussetzungen dafür. Autosuggestion ist wie das Gießen von wünschenswerten Gedanken und Gefühlen. Indem sie Aufmerksamkeit bekommen, werden sie genährt und gestärkt.

Wenn meine Meditation über mehrere Tage wegen Reise oder sonstigen Gründen ausfällt, merke ich, wie meine Motivation und Energie nachlässt. Vor allem im Winter fühle ich mich in der Früh oft niedergeschlagen und unmotiviert. Ich brauche eine Starthilfe, um in die Gänge zu kommen. Ich setze mich hin und konzentriere mich auf angenehme Gedanken wie Gesundheit, Reichtum und Erfolg. Ich denke daran, wie es sich anfühlt, wenn sich meine Ziele verwirklicht haben. Schon nach fünf bis zehn Minuten spüre ich, wie meine gewohnte Energie zurückkehrt. Nach einer halben Stunde bin ich so geladen, dass die Energie locker für den ganzen Tag reicht. So macht jeder Tag aufs Neue Spaß und der Erfolg kommt ganz von allein.

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5 Kommentare zu “Autosuggestion”

  1. Denis Jdanoff

    Interessanter Beitrag, aber über einen Bonsai-Baum zu schreiben “Der Baum hat nur eine Mission: zu wachsen und zu gedeihen.” ist absurd, denn seine von außen vorgenommene Einschränkung auf dieses Bonsai-Format steht dem völlig entgegen …

  2. Siegfried Trebuch

    Dennis, ich muss sagen, Du hast total recht! ;-) Danke fürs Mitdenken! Der Vergleich hinkt natürlich, aber ich denke, die Message kommt trotzdem rüber.

  3. Franz Josef Neffe

    In weiser Voraussicht hat der liebe Gott (oder das Leben) alle wirklich lebenswichtigen Funktionen dem direkten Zugriff durch unseren beschränkten bewussten Verstand entzogen. Wenn wir z.B. unsere Atmung in ihrer Komplexität mit unserem Verstand lenken sollten, hätten wir keinerlei Überlebenschance. Sobald wir durch die Schwierigkeiten, die uns das Leben zum Lernen schickt, Demut gelernt haben, beginnen wir in der Tonlage zu sprechen, auf die unser Unbewusstes gerne hört. Das Unbewusste ist die Instanz, die alle Lebensfunktionen lenkt. Wenn wir dann mit dem Unbewussten sprechen wie Émile Coué, von dem Prof.Dr.Alfred Brauchle schreibt: “Wie erstaunte ich aber, einen so ungeheuer demütigen und bescheidenen Menschen anzutreffen”, dann wächst unser Einfluss. Ein Einfluss übrigens, der nie abreißt, Autosuggestion ist ja eine angeborene Gabe, wie Coué gezeigt hat, die vom ersten bis zum letzten Augenblick ununterbrochen wirkt. Es geht gar nicht darum, OB wir in unserem Leben uns mit Autosuggestion befassen wollen, sondern lediglich darum, IN WELCHER QUALITÄT wir das tun. (Auto-)Suggestion ist ein konkreter Lebensschlüssel. Ein Schlüssel, mit dem man genauso gut auf- wie zusperren kann, ein Werkzeug eben, wie es Coué nennt, mit dem man “je nach Anwendung sehr gute oder sehr schlechte Wirkungen hervorbringt”. Es lohnt sich also, aufzupassen! Guten Erfolg wünscht
    Franz Josef Neffe

  4. Maja

    Hallo Siegfried,

    kannst Du mir sagen, wie seriös und nützlich die Software “Silent Subliminal” von Tim Daugs ist ?!

  5. Siegfried Trebuch

    Ich kenne diese Software nicht und erlaube mir daher nicht darüber ein Urteil zu fällen. Ich kann aber sagen, dass ich Meditation jeder technischen Beeinflussung des Bewusstseins vorziehe und zwar aus folgendem Grund: Mit Technik bleibst du im Zustand der Passivität und von äußeren Mitteln abhängig. In der Meditation schulst du dein Bewusstsein aktiv und machst es zu einem effizienten Werkzeug. Das natürliche Gegenstück zu Subliminals wäre Meditation mit Mantras.

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