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Wie Sie mit Kritik umgehen

21. Februar 2008 von Siegfried Trebuch      Diesen Beitrag an einen Freund schicken Diesen Beitrag an einen Freund schicken
„Eine jede neue Idee durchläuft bis zu ihrer Anerkennung drei Stufen: Zuerst wird sie als lächerlich denunziert, sodann vehement bekämpft, um dann letztlich von jedermann als selbstverständlich bezeichnet zu werden.“
Arthur Schopenhauer

Einer der größten Hemmschuhe für persönliche Entwicklung und Fortschritt ist der leichtfertige Umgang mit dem Wort „unmöglich“. Wenn ich so in alltägliche Gespräche hineinhöre, scheint es mir, als seien die einfachsten Dinge der Welt „unmöglich“. Kein Wunder, es ist ja auch sehr bequem: Wenn etwas von vornherein „unmöglich“ ist, braucht man erst gar nicht mit der Umsetzung beginnen.

Albert Einstein wurde einmal gefragt, wie er die Relativitätstheorie entdeckt habe. Er antwortete: „Ich habe einen unumstößlichen Grundsatz in Frage gestellt und in Zweifel gezogen“. Bis zur Entdeckung der Relativitätstheorie ist man ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass Raum und Zeit absolute Größen sind. Niemand kam auf den Gedanken, warum das nicht so sein sollte. Als Einstein aber über die Eigenschaften des Lichts nachdachte, entdeckte er, dass Raum und Zeit dehnbar sein müssen, weil es sonst zu unlösbaren Widersprüchen käme.

Hätte Einstein die allgemeinen Überzeugungen der damaligen Zeit einfach übernommen, dann wären wir in Physik und Technik nicht da, wo wir heute sind. Es gäbe keine Handys, keine Computer und kein GPS. Ich gebe Ihnen einen guten Rat: Streichen Sie das Wort „unmöglich“ aus Ihrem Wortschatz! Es bringt Ihnen sowieso nie was. Ganz objektiv betrachtet gibt es praktisch nichts, was wirklich unmöglich wäre, schon gar nicht im Bereich der persönlichen Entwicklung.

Wenn Sie sich daran machen, Ihre Träume zu verwirklichen, werde Sie sehr bald mit Menschen zu tun haben, die Ihnen einreden wollen, dass Sie es besser bleiben lassen, weil es sowieso unmöglich ist oder weil es unrealistisch ist. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie auf Ihrem ehrgeizigen Weg belächelt, kritisiert oder sogar attackiert werden. Erfolg erregt Neid, das war schon immer so.

Solange Sie in den üblichen Bahnen der Gesellschaft wandeln, Ihrem mehr oder minder gut bezahlten Angestelltenjob nachgehen und brav die Schulden für Ihre Wohnung oder Haus abstrampeln, wird man Sie kaum beneiden. Sie sind einer von vielen. Wenn Sie aber plötzlich eine Lebensvision haben und diese noch dazu mit wachsendem Erfolg umsetzen, wird Ihnen auf einmal blanker Neid von Leuten entgegenschlagen, von denen Sie vielleicht dachten, sie gehören zu Ihren besten Freunden.

Das kann Sie vielleicht schockieren, aber überraschen sollte es Sie nicht. Glauben Sie nicht, dass Sie die Erfolgsleiter hinaufklettern können, ohne dass dabei Ihr soziales Umfeld umgekrempelt wird. Im Laufe Ihrer Entwicklung werden Sie jene vier typischen Phasen durchlaufen, wie sie jeder erfolgreiche Mensch durchläuft:

1. Phase: Sie haben eine neue Idee, von deren Erfolg Sie überzeugt sind. Die Umsetzung befindet sich noch in den Anfängen. Sie werden von Ihrer Umwelt belächelt oder als Träumer bezeichnet. Niemand glaubt, dass Sie es schaffen.

2. Phase: Sie sind Ihrer Idee treu geblieben und haben die ersten Hürden der Umsetzung erfolgreich genommen. Nun werden Sie misstrauisch und neidisch beäugt. Ihre Aktivitäten werden mit steigender Aufmerksamkeit verfolgt und man hofft insgeheim, dass Sie doch noch scheitern.

3. Phase: Ihr Erfolg wird deutlich sichtbar. Sie kommen voran und Ihre Ziele werden immer greifbarer. Nun hat man Angst vor Ihnen. Man kritisiert und bekämpft Sie. Manchmal begegnet man Ihnen sogar mit Aggression. Wenn Sie stark bekämpft werden, ist das ein deutliches Indiz dafür, dass Sie kurz vor dem Durchbruch stehen.

4. Phase: Sie haben alle Hindernisse überwunden und Ihren Traum verwirklicht. Ihre ursprünglich „unmögliche“ Idee ist Realität geworden. Nun werden Ihnen all diejenigen, die Sie ausgelacht, beneidet und kritisiert haben, auf die Schulter klopfen und sagen: „Bravo! Ich hab’s ja gleich gewusst, Du schaffst es, aus Dir wird mal was!“

Halten Sie es mit Neid wie Wilhelm Busch, der sagte:

Neid ist die aufrichtigste Art der Anerkennung

Die Meinung anderer, insbesondere Kritik, sollte wenig Einfluss auf Ihre Einstellung und Arbeit haben. Häufig stehen dahinter, bewusst oder unbewusst, Manipulationsversuche. Außerdem, was bringen Ihnen Lob und Tadel? Nichts. Wenn Sie etwas gut gemacht haben, dann können Sie das an Ihrem Erfolg selbst ablesen. Sie brauchen niemanden, der Ihnen das auch noch sagen muss. Wenn Lob und Tadel für Sie entscheidend sind, ob und wie Sie weitermachen, sind Sie erst wieder abhängig von Ihrer Umwelt und dass können Sie für kühne Vorhaben überhaupt nicht brauchen. Ihre Beigeisterung und Leidenschaft sind ausschlaggebend für Ihren Erfolg. Überlassen Sie Ihre Gefühle nicht anderen.

Motivieren Sie sich selbst, sonst motiviert Sie keiner

Gestern sah ich im Fernsehen eine Doku über Margret Thatcher. Als sie 1979 Premierministerin von Großbritannien wurde, rief sie die weltbesten Ökonomen zusammen um eine Lösung für die wirtschaftliche Misere zu finden, in der sich das Land damals befand. Das alte Wirtschaftssystem funktionierte nicht mehr. Die Arbeitslosigkeit war hoch und die Wirtschaft befand sich in einer Rezession. Thatcher entschloss sich für einen radikalen Wandel in der Wirtschaftspolitik. Staatliche Betriebe wurden verkauft und der freie Markt gefördert.

Ihre Überzeugung stand gegen jene Ihrer Partei und gegen das ganze Land. Trotzdem zog Sie Ihre Entscheidung durch. Die ersten Jahre waren hart und ihre Kritiker sahen sich bestätigt. Doch als ihre Maßnahmen zu greifen begannen wendete sich das Blatt. Die Wirtschaft erlebte einen unerwarteten Boom. Ihre Politik war derart erfolgreich, dass sie von Reagan in den USA übernommen wurde und sich bald darauf auf den ganzen Globus ausbreitete.

Kümmern Sie sich nicht allzu sehr um Ihre Kritiker. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ziele und wenn Sie kritisiert werden, denken Sie daran:

Kritikern hat man noch nie ein Denkmal gebaut,
den Kritisierten dagegen schon oft.
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