Entscheidungen treffen
9. Februar 2008 von Siegfried Trebuch
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„Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen zu treffen, als ständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.“
Charles de Gaulle
Alles, was Sie heute sind, ist letztendlich darauf zurückzuführen, wofür oder wogegen Sie Sich entschieden haben. Die Qualität Ihrer jetzigen Lebenssituation ist also abhängig von der Qualität der Entscheidungen, die Sie in der Vergangenheit getroffen haben. Das Niveau Ihrer zukünftigen Lebensqualität ist demzufolge abhängig von den Entscheidungen, die Sie heute treffen. Sie sind, haben und tun all das, wofür Sie Sich entschieden haben.
So haben Sie Sich entschieden für:
• den Beruf, den Sie jetzt ausüben.
• den Partner, den Sie jetzt haben.
• den Sport, den Sie jetzt betreiben.
• das Musikinstrument, das Sie jetzt spielen.
• die Ausbildung, die Sie jetzt haben.
• das Haus, in dem Sie jetzt wohnen.
Die Entscheidungen, die wir treffen, bestimmen den Verlauf unseres Lebens und noch viel mehr, wie dieses Beispiel zeigt:
In Indien entschloss sich ein kleiner zerbrechlicher Mann namens Mahatma Gandhi zusammen mit anderen Landsleuten, sich der britischen Herrschaft zu widersetzen. Aber er lehnte es ab, Gewalt einzusetzen, in denen viele Menschen ihr Leben lassen müssten. Gandhi bevorzugte stattdessen den gewaltlosen Widerstand. Anfangs wurde er allgemein belächelt. Das britische Weltreich schlagen, ohne einen einzigen Schuss abzugeben? Aber seine Anhänger und Gegner auf der ganzen Welt erkannten die Macht des Geistes in dem Mann, der sich weigerte, Gewalt anzuwenden. Mahatma Gandhis Feldzug für einen gewaltlosen Wandel brachte seinem Land letztendlich die Freiheit und beeinflusste viele Menschen in der übrigen Welt.
Jeder Mensch hat die Macht, Großes zu bewirken, wenn er sich dazu entscheidet. Doch viele Menschen mutieren in unserer Zeit zu jenem sprichwörtlichen Kaninchen, das vor der Schlange erstarrt. Immer mehr Menschen werden handlungsunfähig, weil sie nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen.
Menschen sind arbeitslos, aber sie treffen keine Entscheidungen, um sich von diesem Zustand zu lösen. Menschen sind unglücklich und unzufrieden mit ihrer Arbeit, aber sie treffen keine Entscheidung, um diesen Zustand zu ändern. Menschen sind unglücklich in ihrer Beziehung, aber sie treffen keine Entscheidung, diesen negativen Zustand in einen positiven zu verwandeln. Und was ist der Grund dafür, dass so wenige Menschen eine Entscheidung treffen? Ganz einfach: Sie haben Angst davor, es könnte eine Fehlentscheidung sein, die ihnen eine Menge Nachteile bringt.
Hier kommen wir zu einer der zwei machtvollsten Antriebsfedern in unserem Leben: Der Mensch versucht immer, sich von Schmerz und Leid wegzubewegen. Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass wir eine falsche Entscheidung getroffen haben und dadurch einen Nachteil in Kauf nehmen mussten. Diese Erfahrung, mehrmals wiederholt, hat viele Menschen folgendermaßen geprägt: Immer dann, wenn sie vor einer Entscheidung stehen, zögern sie diese möglichst lange hinaus in dem Bestreben, keine Fehlentscheidung zu treffen. Sie glauben, dass keine Entscheidung besser sei als eine falsche Entscheidung.
Doch untersuchen wir einmal näher, ob es denn wirklich negativ ist, eine „falsche“ Entscheidung zu treffen. Nehmen wir einmal an, Sie stehen an einem bestimmten Punkt in Ihrem Leben, einer Kreuzung, und können zwei Wege beschreiten. Sie haben jetzt drei Möglichkeiten:
1. Sie wählen Weg A
2. Sie wählen Weg B
3. Sie wählen keinen der beiden Wege
Wenn Sie die dritte Option wählen und Sich überhaupt nicht entscheiden, und zwar aus Angst, den falschen Weg zu wählen, bleiben Sie immer dort stehen, wo Sie Sich befinden, oder Sie müssen den Weg zurückgehen, aber ans Ziel werden Sie in Ihrem Leben nie kommen. Stagnation, Frust und Depression sind dadurch vorprogrammiert.
Eine falsche Entscheidung zu treffen ist besser, als keine Entscheidung zu treffen.
Treffen Sie aber eine Entscheidung zwischen Weg A und Weg B, und kommen später zur Ansicht, dass es die falsche Wahl war, bereuen Sie vielleicht, die Entscheidung überhaupt getroffen zu haben.
Doch was passiert, wenn wir einen Misserfolg erleiden, bildhaft also in ein Loch fallen? Nun, wir haben eine Erfahrung gemacht. In diesem Fall eine negative Erfahrung. Sie war vielleicht schmerzhaft, aber wenn wir im Laufe unseres Lebensweges wieder an dieser gleichen Kreuzung ankommen, wissen wir jetzt ganz genau, sofort und ohne lange überlegen zu müssen, welchen der beiden Wege wir gehen müssen.
Jede Entscheidung bringt Erfahrung.
Mehr Erfahrung ermöglicht bessere Entscheidungen.
Bessere Entscheidungen bringen mehr Erfolg.
Mehr Erflog bringt mehr Glück.
Das bedeutet, dass wir vielleicht durch eine Fehlentscheidung kurzfristig Nachteile erleiden, aber durch die gewonnene Erfahrung auf die Dauer doch noch davon profitieren, und zwar weil dieser Erfahrungsschatz den Grundstock für den Gesamterfolg bildet. Entscheidungen zu treffen ist also nie falsch. Legen Sie sich eine entscheidungsfreudige Grundhaltung zu.
Je mehr Erfahrungen Sie in Ihrem Leben sammeln, desto erfolgreicher werden Sie sein. Es gibt keine Fehlentscheidung, es gibt nur Entscheidungen, die uns positive oder negative Erfahrungswerte bescheren. Mit jedem Resultat, das Sie produzieren, werden Sie als menschliches Wesen reifen und Sich weiterentwickeln. Denn es ist die Erfahrung, die einen Menschen immer wertvoller macht.
Können und Fähigkeiten sind immer das Ergebnis aus Erfahrungen, auch schlechten Erfahrungen. Wenn Sie also aus einem Misserfolg etwas lernen, haben Sie ihn schon in einen Erfolg umgewandelt. Sie werden in Zukunft in der Lage sein, bessere Entscheidungen zu treffen. Handeln, aus den Resultaten lernen, neu handeln und nicht aufgeben, bis Sie Ihr Ziel erreichen, das ist enorm wichtig! Dadurch schließen Sie jedes Versagen aus, von dem es nur zwei Formen gibt:
1. Nie anfangen!
2. Aufgeben!
Ob einer der beiden Fälle eintritt, hängt ausschließlich von Ihnen ab. Sie haben es also in der Hand, ob Sie versagen oder nicht. Es hängt nicht von äußeren Faktoren ab. Fehler macht jeder.
Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg liegt darin, ob Sie nach einer Niederlage weitermachen oder aufgeben.
Diese Fähigkeit, trotz Hindernissen und Fehlschlägen weiterzumachen, ist eine Eigenschaft, die an erfolgreichen Menschen am meisten bewundert wird. Es ist der wichtigste Charakterzug nicht nur für den Erfolg im Leben, sondern auch für ein glückliches Leben.
Es kostet genauso viel Energie, erfolgreich wie erfolglos zu sein.
Dass Sie nicht erfolgreich sein wollen, weil es anstrengend ist, fällt als Argument flach. Auf der Strasse sitzen und betteln oder zum Arbeitsamt stempeln gehen ist emotionaler Stress und mindestens genau so anstrengend wie an seinem Lebensplan schmieden. Haben Sie schon mal einen glücklichen Penner gesehen? Ich nicht. Das Leben ist immer mit Anstrengung verbunden, egal ob Sie aktiv oder passiv sind. Warum aber sollten Sie sich für ein aktives erfolgreiches Leben entscheiden, anstatt für ein passives erfolgloses? Diese Frage ist schnell beantwortet: Glück. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen ganz klar, dass Menschen, die Ihr Leben aktiv gestalten und erfolgreich ihren Weg gehen, die Glücklichsten sind. Worauf warten Sie also noch?
„Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen zu treffen, als ständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.“


Am 12. Juli 2008 um 17:04 Uhr
Mir fehlt drin ein Fakt:
sich nicht Nicht-Entscheiden geht nicht.
auch eine sog. Nicht Entscheidung ist eine Entscheidung-leider nur meistens nicht von einem selbst getroffen.
nichts ist zerstörender für das Selbstwertgefühl als zu zögern.
Auch eine “Nichtentscheidung” bewußt getroffen kann eine mächtige
Folge (Entscheidung) sein.
Götz
Am 13. Juli 2008 um 19:19 Uhr
Jede bewusste Entscheidung ist eine starke Entscheidung. Ich verwende den Begriff „Nicht-Entscheidung“ für Situationen in der eine Entscheidung getroffen werden sollte, aber aus Angst vor einer Fehlentscheidung keine getroffen wird.