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Aktivieren Sie Ihre Selbstheilungskräfte

17. September 2007 von Siegfried Trebuch      Diesen Beitrag an einen Freund schicken Diesen Beitrag an einen Freund schicken

Wir leben in einer polaren Welt. Alles hat zwei Pole, die miteinander in Beziehung stehen. Zwischen ihnen besteht ein Spannungsfeld, in dem wir leben. Genau so ist es mit unserem Körper. Sie sind ein seelisch-materielles Wesen oder besser gesagt, ein seelisches Wesen mit einer materiellen Hülle. Beim Tod kommt es zur Trennung von Seele und Materie bzw. Körper. Der Körper bleibt hier zurück, die Seele zieht sich auf die Ebene zurück, von der sie kam. Solange Sie hier auf der physischen Ebene leben, stehen Ihre Seele und Ihr Körper in ständiger Interaktion. Einerseits beeinflusst der Körper Ihre Seele: Wenn Sie sich mit einem Messer schneiden, spüren Sie Schmerzen und Leid. Andererseits beeinflusst die Seele auch den Körper und zwar erheblich: Wenn Sie sich über einen längeren Zeitraum Stress aussetzen, können hoher Blutdruck, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Magen-Darm-Beschwerden, Allergien, Schwächung des Immunsystems, Kreislaufstörungen und noch vieles mehr die Folge sein.

BehandlungsformenDie Auswirkungen der Seele auf den Körper sind wesentlich schwieriger nachzuvollziehen als der umgekehrte Fall, wie zum Beispiel die Folgen einer Verletzung. Sie wirken viel subtiler und machen sich indirekt und oft auch mit zeitlicher Verzögerung bemerkbar, sind aber in ihrer Wirkung nicht minder intensiv. Ein Beispiel: Angst führt dazu, dass im Körper Adrenalin ausgestoßen wird, was unter anderem die Magen-Darm-Muskeltätigkeit hemmt und bei längerem Bestehen zu Verdauungsstörungen führen kann. In vielen Redewendungen des Alltags ist dieser Zusammenhang impliziert: Etwas liegt einem “schwer im Magen”, eine Sache geht einem “an die Nieren”, der Schreck “fährt einem in die Glieder”, jemandem ist eine “Laus über die Leber gelaufen”.

In der Abbildung finden Sie die beiden Pole Körper (materiell) ganz unten und Seele (spirituell) ganz oben. Dazwischen gibt es einen fließenden Übergang, auf dem sich die Behandlungsmethoden von Schulmedizin und Alternativmedizin einordnen lassen.

Schulmedizin und Alternativmedizin – Behandlung von außen

Alle diese Behandlungsformen haben eines gemeinsam. Sie werden von außen am Menschen angewandt. Entweder durch den direkten Eingriff eines Arztes oder Heilpraktikers, oder durch Zuführen von Substanzen. Selbst solche spirituellen Behandlungsformen wie Reinkarnationstherapie, Schamanismus oder Geistheilen sind in gewisser Weise noch immer äußerlich. Es ist ein Therapeut, Schamane oder Geistheiler zu dem der Patient geht und Heilung für sich erwartet. Damit gibt er einen Teil seiner Verantwortung für seine Gesundheit ab.

All diese Behandlungsformen haben ihre Berechtigung. Es gilt der Grundsatz: Alles was hilft ist gut.

Selbstheilungskräfte – Heilung von innen

Alle Aufgaben unseres Körpers sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Wenn wir seelisch und körperlich gesund sind, dann befinden wir uns im Gleichgewicht. Ein Arzt oder Heilpraktiker kann nicht mehr tun, als die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen, damit die im Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte in Aktion treten können.

Die eigentliche Heilung geschieht NIE durch die Behandlung von außen, sondern durch die jedem Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte.

Hier ein Beispiel:
Wenn wir stürzen und uns einen Knochen brechen, dann lassen unsere Selbstheilungskräfte diesen Knochen wieder zusammenwachsen. Das geht ganz ohne äußere Hilfe. Alles, was ein Arzt tun kann, ist, dass er einen Gipsverband anlegt, damit der Knochen gerade und nicht schief zusammenwächst. Unsere Selbstheilungskräfte sind es jedoch, die den Knochen wieder zusammenwachsen lassen. Aber sie tun noch mehr. Sie machen den Knochen an der Bruchstelle kräftiger, so dass die Gefahr eines erneuten Bruches an derselben Stelle geringer ist.

Eine Aufsehen erregende Geschichte ereignete sich in den 1950er Jahren. Damals wurde ein Mittel gegen Krebs erforscht, in das man sehr große Hoffnungen setzte. Die Presse berichtete ausführlich darüber. Man nahm an, dass wohl der Durchbruch geschafft sei. Ein Patient, der unter einer fortgeschrittenen Krebserkrankung der Lymphdrüsen litt, bat seinen behandelnden Arzt, ihm doch dieses neue Mittel zu geben. Der Arzt willigte ein. Nach der Verabreichung des Medikaments ging es dem Patienten von Tag zu Tag besser. Nach kurzer Zeit verschwanden die Tumore und der Patient konnte als geheilt entlassen werden. Als dann aber die Nachricht durch die Presse ging, dass das Medikament bei weitem nicht die Erwartungen erfüllte, die man in es gesetzt hatte, ja dass es praktisch wirkungslos sei, erlitt der Patient einen schweren Rückfall. Sein Krebsleiden kam wieder zum Vorschein. Daraufhin erzählte der Arzt dem Patienten, dass man nun ein Mittel entdeckt habe, das ihn mit Sicherheit heilen werde. Der Arzt gab dem Patienten mehrere Spritzen, die nichts anderes enthielten, als eine Kochsalzlösung, eine völlig wirkungslose Substanz. Und wieder begannen sich die Krebszellen zurückzubilden, bis er schließlich geheilt war. In beiden Fällen war der Mann überzeugt, dass ihm geholfen werden konnte. Durch diese Überzeugung wurden die Selbstheilungskräfte derart verstärkt, dass es zu einer raschen Heilung kam.

Der Nobelpreisträger Albert Schweitzer sagte, dass jeder Mensch in seinem Inneren einen Arzt besitzt. Wenn der Kranke dies nicht weiß oder er es nicht versteht, diesen inneren Arzt zu aktivieren, geht er zu einem Arzt und fragt diesen, was er tun könne. „Das Beste“, so Albert Schweitzer, „was wir tun können, ist, diesem Arzt, der im Innern jedes Einzelnen wohnt, eine Gelegenheit zur Wirkung zu geben“. Er verfügt über alle notwendigen Therapiemaßnahmen, um unseren Körper in einem gesunden Zustand zu erhalten oder ihn wieder gesund zu machen. Wir tragen eine pharmazeutische Fabrik mit uns herum, die Medikamente herstellt, die uns keinen Cent kosten. Wenn wir verstehen, uns dieser natürlichen Heilmittel zu bedienen, können wir nicht nur sehr viel Geld sparen, wir sind auch den vielen Nebenwirkungen nicht ausgeliefert, die so viele Medikamente mit sich bringen. Außerdem wirken unsere körpereigenen Heilmittel viel effizienter und wir laufen nicht Gefahr, von Medikamenten abhängig zu werden.

Der innere Arzt reagiert jedoch sehr empfindlich auf negative Nachrichten. Vielleicht haben Sie schon beobachtet, dass die Leute, die am meisten von Krankheit sprechen, immer krank sind. Wenn Sie die Hoffnung auf Genesung aufgeben, können Sie auch nicht genesen. Wenn Sie dieses Bild des hoffnungslosen Falles gegen ein zuversichtliches Bild austauschen, aktivieren Sie sofort Ihre mächtigen Selbstheilungskräfte.

Der Begründer der modernen Autosuggestion Émile Coué sagte: „Jede Krankheit ist heilbar, aber nicht jeder Kranke“. Dies heißt nichts anderes, als dass jeder Einzelne selbst eine große Verantwortung für seine Gesundheit trägt. Als Apotheker stellte er fest, wie wichtig es war, dass er einen positiven Kommentar abgab, wenn die Kunden ihre Medizin abholten. Wenn er sagte: „Mit diesem Medikament werden Sie sicher ganz schnell gesund“, wirkte die Arznei sehr viel besser, als wenn er gar nichts dazu sagte.

Die wichtigste Voraussetzung zur Entfaltung Ihrer Selbstheilungskräfte ist der Wille, gesund zu werden.

Mit einer positiven und aufbauenden Einstellung können Sie Ihren inneren Arzt zu Höchstleistungen anspornen. Wie in allen Lebensbereichen so gilt auch in der Gesundheit das Gesetz der Anziehung. Wenn Sie gesund sein wollen, richten Sie Ihre Gedanken auf Gesundheit und Vitalität. Wenn Sie krank sind, nehmen Sie die notwendigen Therapien und Medikamente in Anspruch, aber verbringen Sie nicht Ihre ganze Zeit damit, über Ihre Krankheit zu sinnieren. Nehmen Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit in Ihre Hand und sehen Sie sich nicht als das arme, den Umständen und Ärzten ausgelieferte Opfer. Seien Sie sich der immensen Bedeutung Ihrer Selbstheilungskräfte bewusst. Nur Sie sind letztlich in der Lage, Ihren Körper in einer scheinbar aussichtslosen Situation zu heilen.

Ausschlaggebend für Ihre Heilung ist Ihr Gemütszustand. Anstatt nach der hundertsten Therapiemöglichkeit und dem tausendsten Medikament für Ihr Leiden Ausschau zu halten, vertrauen Sie lieber auf sich selbst. Setzen Sie Aktivitäten, die Ihre Stimmung heben. Umgeben Sie sich mit Leuten, die gute Laune versprühen. Spielen Sie mit Ihren Kindern. Schauen Sie lustige Filme an. Essen Sie Ihre Lieblingsspeise. Praktizieren Sie Heilmeditation. Jeder Tag, den Sie in einem positiven emotionalen Zustand verbringen, bringt Sie der Heilung einen Riesenschritt näher. Heilung ist ein Bewusstseinsprozess, der für jeden möglich ist. Und vergessen Sie nicht:

Der Arzt kann Sie nicht heilen, das können nur Sie selbst!
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