„Was hat er, was ich nicht habe?“
7. Februar 2008 von Siegfried TrebuchHaben Sie klare Ziele? Wenn nicht, dann empfehle ich Ihnen sich über Ihre Zielsetzungen Gedanken zu machen. Warum? Weil sich vage Ziele nicht realisieren lassen. Wenn Sie „etwas“ trinken wollen, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie Wasser, Tee, Kaffee oder Fruchtsaft trinken möchten, weil „etwas“ zu unkonkret ist. Jedes klare Ziel, das Sie sich setzen, werden Sie erreichen. Aber warum setzen wir uns Ziele und warum wollen wir sie erreichen? Gibt es ein Endziel hinter allen Zielen? Ich sage ja:
Das ultimative Ziel ist Glück.
Seien Sie sich darüber im Klaren: Bei allem, was Sie anstreben geht es letztlich darum, dass es Sie glücklich macht. Nicht Ihren Partner, nicht Ihre Eltern, nicht Ihre Freunde und auch nicht Ihre Nachbarn. Sie müssen glücklich sein und nur Sie wissen, was Sie glücklich macht. (Ich bezeichne dieses Prinzip als Singularität).
Viele Menschen sind durchaus erfolgreich, wenn es um das Erreichen von Zielen geht. Sind aber, wenn sie am Ziel angelangt sind, trotzdem nicht glücklich. Kennen Sie das? Nehmen wir ein Beispiel: Angenommen Sie wollen beruflichen Erfolg. Wenn Sie dann oben auf der Karriereleiter angekommen sind, stellen Sie fest, dass Sie unglücklich sind. Ihre Ehe ist kaputt, Sie haben keine echten Freunde und die Gesundheit haben Sie der Karriere geopfert. Sie haben aber genau das bekommen, was Sie angestrebt haben: beruflichen Erfolg. Kann es sein, dass Sie nur Karriere machen wollten, weil alle anderen das auch wollen? Kann es sein, dass Sie sich bei Ihrer Zielsetzung an den „Werten“ anderer orientiert haben statt an Ihren eigenen Wünschen?
Überlegen Sie sich gut, was die Motivation hinter Ihren Zielen ist. Tun Sie es, weil es Ihnen Spaß macht, oder tun Sie es, weil es alle anderen auch tun? Kaufen Sie sich ein neues Auto, weil der Nachbar auch ein neues Auto hat, oder weil Sie dieses Auto schon immer haben wollten? Diese Frage entscheidet über Glück und Unglück. So lange Sie sich mit jemandem anderen Vergleichen, sind Frust und Depression vorprogrammiert. Stellen Sie sich oft genug die Frage: „Was hat Sie, was ich nicht habe?“ um sich garantiert unglücklich zu machen.Die Werbung unternimmt viel, um uns einzureden, was wir zum Glück brauchen. Man verspricht uns Freiheit und Abenteuer und was bekommen wir tatsächlich? Eine Schachtel Zigaretten, die uns früher oder später krank und damit garantiert unglücklich machen. Wenn wir nicht selbst soviel sind, zu definieren, was wir zum Glücklichsein brauchen, wird es die Werbung für uns tun.
Nicht jeden macht Karriere automatisch glücklich. Wer seinen Eltern zuliebe Karriere macht, obwohl er lieber um die Welt segeln möchte, macht sich unglücklich. Wer seine Kollegen oder Freunde durch den Kauf eines Hauses beeindrucken möchte, obwohl ihm das Haus an sich nichts bedeutet, ist auf dem Holzweg. Wer sich dagegen ein Haus kauft, weil er es benutzen und gerne darin leben möchte, egal, was die anderen dazu sagen, hat beste Aussichten, sich mit dem Haus glücklich zu machen.
Sind Ihre Ziele in Übereinstimmung mit Ihren Wünschen, werden Sie sich glücklich fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auf Ihre persönlichen Bedürfnisse achten. Jeder ist auf seine eigene Art glücklich. Keine zwei Menschen sind gleich.












Am 14. Oktober 2008 um 17:42 Uhr
Aber es gibt doch Menschen, die sagen was ich zu tun habe. Vielleicht möchten sie mich unglücklich machen, oder auch nicht, aber ich glaube nicht, dass die intelligent genug sind das alles zu planen, um mich absichtlich pessimistisch zu machen. Und vielleicht deswegen kann ich diese Ratschläge nicht richtig umsetzen?
Am 15. Oktober 2008 um 00:36 Uhr
Was gehen Dich die Gedanken anderer Menschen an? Wenn sie Dir nicht gut tun, dann lass sie einfach. Sie können nicht in Deinen Kopf kriechen und Dir pessimistische Gedanken einpflanzen, außer DU lässt es zu. Natürlich gibt es Menschen, die sagen, was Du zu tun hast. Die wird es immer geben. Die Frage ist nur, ob Du es tust. Das liegt nämlich ausschließlich bei Dir. Vielleicht hast Du bisher immer nur den Willen anderer getan und hast jetzt genug davon. Wie wär’s damit, mal das zu tun, was DU willst?
Am 25. Juni 2009 um 09:08 Uhr
liebe Melankolia!
vielleicht kommst du mal zu dem punkt, an dem du diesen menschen, die dir sagten, was zu tun, dankbar sein kannst, denn gerade sie hast du unbewusst dazu aufgefordert dich erst über deine grenzen gehen zu lassen, die grenzen zu überwinden, diese menschen dienten dir für deinen weg, den nur du selbst gehen kannst.
alles liebe Solve