Karrierewechsel

15. Dezember 2007 von Siegfried Trebuch
Finanzcrash Doppel-CD

In den letzten Jahren hatte ich das Glück, zu beobachten, wie viele Leute beruflich einen neuen Weg einschlugen, mich eingeschlossen. Dabei habe ich ein sich immer wiederholendes, einfaches Muster festgestellt. Man könnte es fast eine Regel nennen. Bevor sie überhaupt beginnen, sich neu zu orientieren, tendieren die meisten dazu, sich auf die Hürden und Gefahren zu konzentrieren. Sie stellen sich Fragen wie: “Wie werde ich mich und meine Familie erhalten?”, “Wie rechtfertige ich den Rückzug aus meiner jetzigen Arbeit?”, “Was mache ich, wenn es nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle?”.

KarrierewechselDiese Konzentration auf die Hindernisse ist für den Karrierewechsel nicht sonderlich hilfreich. Es vergrößert nur den Frust und führt dazu, dass die Leute nicht mehr weiterkommen. So ziemlich jeder hat damit zu tun. Jeder, der seine Karriere neu ausrichtet ist mit Hindernissen konfrontiert. Die Einzelfälle unterscheiden sich voneinander, aber die Herausforderungen bleiben meist die gleichen: Verhaftet sein am alten Arbeitsplatz, Unsicherheit vor dem was kommt, Widerstand von Freunden und Familie, Geldmangel für die Finanzierung der Übergangsphase, grundlegende Veränderungen wie Umzug in eine andere Stadt. Wenn Sie an einen Karrierewechsel denken, stehen Sie vor ähnlichen Herausforderungen.

Was also unterscheidet die, die den Wechsel schaffen von denen, die nicht weiterkommen? Ich habe beobachtet, dass es wenig damit zu tun hat, ob jemand viel oder wenig Geld hat, ob die Hindernisse groß oder klein sind. Leute, die jede erdenkliche finanzielle und familiäre Unterstützung genießen, kommen nicht vom Fleck, während andere, die vor scheinbar unlösbaren Problemen stehen, vorwärts streben, als wäre es ein Kinderspiel.

Ich bin davon überzeugt, dass es primär eine Frage der Einstellung ist. Jemand, der an seinem Ziel festhält, findet Wege, die Hindernisse auf dem Weg zur neuen beruflichen Existenz zu überwinden. Wenn das Geld knapp ist, isst er eben Reis statt Schnitzel oder nimmt den Bus statt dem Auto. Die Erreichung seines Zieles ist ihm wichtiger, als die Aufrechterhaltung seines gegenwärtigen Lebensstandards. Wenn ihn seine Familie nicht unterstützt, dann zieht er es eben alleine durch.

Die anderen, die es nicht schaffen, glauben in der Regel, dass die äußeren Umstände zu mächtig sind, um sie zu überwinden. Sie stehen da wie der Ochs vorm Scheunentor, starren auf das scheinbar unüberwindbare Hindernis und jammern. Die, die es oft schwerer haben, fragen sich stattdessen, “Was kann ich tun?”.

Ein Karrierewechsel, besonders vom Angestellten zum Selbständigen, geht immer mit einem gewaltigen Umbau der Persönlichkeit einher. In unserem Ausbildungssystem wird man zuerst auf Gehorsam und Pflichterfüllung getrimmt. “Sag mir, was ich tun soll!” scheint groß auf der Stirn der meisten Leute zu stehen. Eigeninitiative und Kreativität sind offenbar weniger förderungswürdige Qualitäten. So müssen die meisten, die den Weg in die Selbständigkeit wagen, sich die dazu erforderlichen Soft Skills erst erarbeiten. Erfolgreiche Leute bestätigen, sie hätten es nie soweit gebracht, wenn sie nicht vorher soviel Energie in die Arbeit an sich selbst gesteckt hätten. Die Schlüsselqualifikationen dabei sind Zielorientiertheit, Disziplin und Selbstvertrauen.

Diese Fähigkeiten können Sie aufbauen und stärken bis Sie den Punkt erreichen, an dem Sie wissen, dass Sie nichts aufhalten kann. Mit jeder bewältigten Herausforderung wachsen Sie. Es ist wie beim Krafttraining. Woche für Woche können Sie beobachten, wie Sie immer mehr Gewicht auflegen können. Wenn Sie dieses Wachstum im Auge behalten, wird sich Ihre Motivation auf einem konstant hohen Level bewegen. Sie sehen Probleme nicht mehr als unüberwindbares Hindernis, an dem Sie scheitern werden, sondern als Herausforderung, an der Sie sich Ihre Leistungsfähigkeit beweisen können.

Wenn Sie glauben, dass zu wenig Geld oder eine kritische Familie Grund genug ist, Ihre Karriereziele nicht zu verfolgen, denken Sie noch einmal nach. Viel eher liegt es daran, dass Sie sich zu wenig zutrauen. Jemand anderer würde über Ihre Probleme lachen und sagen, “Wegen dieser Kleinigkeit lässt du dich von deinen Plänen abbringen?”.

Vielleicht erscheinen Ihnen Ihre Probleme wirklich groß. Aber ähnliche Probleme haben andere schon längst gelöst. Sie können das auch! Gehen Sie es an! Setzen Sie den ersten Schritt! Alle weiteren ergeben sich von selbst.

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9 Kommentare zu “Karrierewechsel”

  1. carlos enrice

    everything is possible!!! to all “sons and sisters of the sun” !!! all love and peace to all of you!!!

  2. Siegfried Trebuch

    Love and peace to you, too!

  3. Miranda

    Thats the right way
    to love,
    to need,
    our treams can be true
    if we are together
    because we all are childrens from the sun
    so let life us together.

    peace and Love
    Miranda

  4. Maja

    Genau vor diesem “Berg” stehe ich aber zur Zeit… habe mich für eine andere berufliche Richtung entschieden und mache dazu eine neue (schulische, privat) Ausbildung.

    Ich habe das Gefühl, stark “im Dunkeln zu tappen”… die Anforderungen sind recht groß, der Stoff wird sehr schnell durchgenommen und man muss “höllisch” aufpassen, dass man alles mitbekommt. Es wird kaum wiederholt und neue Themen prompt angefangen, ohne das “alte Wissen” groß zu festigen bzw. wirken zu lassen.

    Sprich: es fühlt sich an, als müsse man “omnipotent” sein (sagt man das ?), allwissend, hochflexibel (v.a. im Denken) und stets präsent.

    Ich bin zwar erst Mitte 20, aber mir fällt das Lernen -vor allem so- ziemlich schwer und ich komme kaum nach mit dem Stoff.

    Es ist doch fakt, dass die Anforderungen extrem gestiegen sind, v.a. seit der Globalisierung… ALLWISSENHEIT scheint DER Trend… dabei verwirrt es mehr, habe ich das Gefühl bzw. lässt den Blick für`s Detail mehr und mehr schwinden. DAS ist jedoch MEINE Stärke… und die würde ich sehr gern auch endlich mal leben ! (Mein vorheriger Beruf entsprach dem ebenso wenig)…

    Was rätst Du mir. Siegfried ? Einfach Zähne zusammen beissen und durch ?? Ich fühle mich jetzt schon oft mitte der Woche “fertig” und muss mich regelrecht zusammen reissen… auch, aufnahmefähig zu bleiben…!

    Es gäbe alternativ eine normale Schule, welche das Gleiche anbietet. Nur eben auf “gemäßigtem” Niveau, mit “normalem” Tempo… ich bin jetzt gerade Mal ein paar Wochen dort und fühle mich manchmal ausgebrannt. Einfach wegen der Fülle an Infos bei gleichzeitiger “Turbovermittlung” (Zeit zu Hause zum Nacharbeiten bleibt ja oft gar nicht, da wir auch meist Hausaufgaben mit entsprechender Länge zu machen haben) Zudem muss ich nebenher jobben, um überleben zu können. Die Schule ist ja nicht der alleinige Kostenpunkt…

    Ich habe das Gefühl, ich mach es mir schwerer als nötig…?! Oder IST das einfach heutzutage so, dass MAN da durch muss…?

  5. Celina

    darf ich fragen was das für eine Ausbildung ist??
    Vielleicht brauchst du noch einfach etwas Zeit um wieder reinzukommen..verlier halt nicht die Begeisterung bzw. deinen Ziel, warum du überhaupt angefangen hast..

    good luck

  6. Maja

    Hallo Celina ;) ,

    es ist eine kaufmännische Ausbildung mit Schwerpunkt auf drei Fremdsprachen (vorerst zwei). Ja, Du hast Recht. Sich immer wieder klar machen, WARUM ich es will. Es ist halt nur auch zusätzlich anstrengend, da die Klasse ziemlich groß ist… mit der Konzentration ist es da oft nicht so gut.

  7. Marc

    Hallo Leut!

    Ich hab ein wichtigen Beitrag gefunden, der mir aus dem Herzen spricht. Unter anderem spricht der Sprecher von einer “Friedenslösung” – weiss jemand was dazu?
    Ich wusste nicht so recht wohin mit diesem Thema, aber ich glaube ein innerer Wechsel der Ausrichtung also irgendwie der karriere, trifft schon zu…
    http://www.wissensmanufaktur.net/main_medien_video1_player3___241251.html

    Gruß Marc

  8. Antonie

    Hallo Marc,

    obwohl mich der Sprecher durch seine für mich teilnahmslose Mimik seltsam berührt hat, fand ich den Beitrag sehr sehr interessant. Danke Dir für die Info. Werde mir diese Seite (ups falls es die gibt – hab noch gar nicht geschaut) mal näher anschauen. :-) Was mir immer begegnet, naja wohl jedem, ist, dass die Leute immer über das schreckliche Verhalten den Menschen schimpfen. Wenn man aber erzählt, dass man überzeugt ist, dass ein friedliches miteinander möglich ist – hm, dann kommen die Kommentare “Das geht nicht, weil die Menschen sind halt so” oder ” Das wäre ja langweilig”. Ich frage mich dann schon, was wollen die denn dann? Wenn es so wäre, warum schimpfen die dann? Ich bin überzeugt, dass es dieses friedliche, harmonische Zusammenleben geben kann und auch geben wird. Wann? Ok, vielleicht nicht in nächster Zeit – aber irgendwann. Ist wohl noch ein Stück Arbeit bis dahin – auch für mich.

    Friedliche Herzensgrüße
    Antonie

  9. Marc

    Hallo Antonie!

    Danke für Deine Weiter-schrift! Wenn andere Menschen sagen: “Das geht nicht, weil die Menschen sind halt so”… Ist es der Zustand, den sie selbst in ihrer Wirk-lichkeit akzeptieren. Nichts anderes kennen und auch nicht für möglich “halten” (können oder wollen). Ich nehme mal an, wir sind auf dem Weg der Schwingungserhöhung, so fallen mir diese Sandbilder ein. (Sand auf einer Metallplatte, die durch ein Bogen zum schwingen gebracht wird – Je nach “Frequenz” ergeben sich neue Bilder…) Laut meiner inneren Kommunikation ist es möglich auch Kinder in Liebe zu führen, und bewusst zu machen, dass es andere Wege gibt, als “sich um Förmchen zu streiten”. Dazu wären aber min. 3 Ansprechpartner not-wendig, die für das Kind sorgen… In einem anderen Zusammenhang, fallen mir gerade Menschen auf, die – ich nenne es mal hier “Bewustseinsgebrochen” sind.Hier 2 Gegebenheiten.
    - Ich kam mit einem Menschen über Ernährung ins Gespräch. Er meinte, “Wenn alle vegetarisch leben würden, würde ich auch mitmachen”…?!
    - Eine Frau meinte mal, sie und ihr Sohn wären quasi mal kurzzeitig tod gewesen “…ich hab mal rübergeschaut… …irgendwie behaglich…” Und gleichzeitig meinte sie : “Aber von drüben ist noch keiner zurückgekommen…” – um wieder eine Alltagssituation zu gestalten…?!
    Und in beiden Fällen konnte ich wieder nicht meine Klappe halten.
    - Ihn fragte ich, was ist es, das daran hindert, sich so auszurichten, Vegetarier zu sein? Er zog sich nach innen, und es entstand eine Leere…
    - Sie fragte ich: “Warum manche Menschen alles dafür tun, um selbst und andere am “Leben” zu “halten” (-> Angst), wenn es doch irgendwie “behaglich ist…?!”
    Und wie kann es sein, dass man selbst “Energie” aufbringt, diese Realität abzulehnen?! (Da fällt mir ein, es gibt wohl ein Volk, das sich “freut”, wenn’s einer “geschafft hat”. – Sicherlich ein kontroverses Thema, vor allem, wenn wir noch nicht im vollen Bewusst sein sind… Es gibt auch eine Ebene, in der Menschen einfach nur ihren Frust ablassen wollen. Dann kann es “normal” wieder weiter gehen. – das ist meiner Meinung der eigentliche Trugschluss… Aber gut, auf einer anderen Ebene bin ich es nicht müde immer wieder Hinweise zu geben. (Bekomme ja selbst immer wieder welche).
    Ja, für mich ist’s auch noch Arbeit – viel Arbeit… Es gibt viel zu tun, warten wir’s ab – He, das war ein Witz!

    Lieben Gruß an alle
    Marc

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