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Das Hamsterrad

15. November 2007 von Siegfried Trebuch      Diesen Beitrag an einen Freund schicken Diesen Beitrag an einen Freund schicken

Was ich Ihnen auf dieser Website erzähle, ist wirklich nichts Neues. Das Wissen um Erfolg und Glück ist schon Jahrtausende alt. Erfolgreiche Menschen in Politik, Kunst, Wissenschaft, Sport und Wirtschaft gab es schon zu Zeiten der alten Griechen. Dieses Wissen ist frei verfügbar, wie hier auf meiner Website, und braucht nur mehr angewandt werden. Aber die meisten Menschen wenden es einfach nicht an. Warum nicht?

Viele verhalten sich wie ein Hamster in einem Hamsterrad: Sie laufen täglich eine bestimmte Stundenzahl (in unserer Sprache heißt das „Arbeiten“), und zwar derzeit (bei einem normalen Arbeitnehmer) acht Stunden. Wer ein eigenes Unternehmen hat, eine Führungskraft ist oder einmal solch eine Stelle bekleiden möchte, der arbeitet oft sogar noch mehr. Doch eines Tages stellt der Hamster fest, dass er, obwohl er acht Stunden fleißig läuft, mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist. Und so kommt er auf das Naheliegendste: Er läuft statt acht Stunden zehn Stunden. Schließlich bemerkt er, dass er, trotz des gesteigerten Zeiteinsatzes, auch jetzt mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist. Er läuft deshalb zwölf Stunden, erneut mit dem Resultat, dass das Ergebnis nicht reicht. Und so laufen manche „Hamster“ gar vierzehn Stunden täglich in ihrem Rad, wobei einige auch noch am Samstag laufen, gar sieben Tage pro Woche und das nahezu 52 Wochen im Jahr. Mehr als vierzehn Stunden sind selbst für den hartgesottensten Hamster unmöglich. Schließlich hat der Tag nur 24 Stunden, und er muss nun mal ein paar Stunden schlafen, etwas essen, etwas Körperpflege betreiben und ab und zu auch einmal in der Familie anwesend sein, damit nicht eines Tages die Tochter die Tür vor dem Vater zuschlägt, indem sie erschrocken ausruft: »Mami, Mami, da draußen steht ein fremder Mann!«

Viele Hamster kommen schließlich auf die Idee, dass die Zeit womöglich gar nicht der allein ausschlaggebende Faktor ist, sondern dass auch die Geschwindigkeit eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Und so steigern sie die Geschwindigkeit. Sie steigern die Geschwindigkeit so lange, bis einige mit Anfang Vierzig mit dem ersten Herzinfarkt aus dem Hamsterrad kippen. Einige überleben es und beginnen dann eine Rehabilitation. Nach kurzer Zeit sind sie wiederhergestellt und fangen erneut vorsichtig an zu laufen, zunächst einmal vier Stunden. Das Herz hält, aber das Ergebnis reicht nicht. Sie laufen sechs Stunden. Das Herz hält, aber das Ergebnis reicht noch immer nicht. Sie laufen acht Stunden, zehn, zwölf, vierzehn, wobei sie auch kontinuierlich wieder die Geschwindigkeit steigern bis zum zweiten und oft entscheidenden Infarkt.

Dass fleißiges Arbeiten allein nicht automatisch zu finanziellem und beruflichem Erfolg führt ist klar. Viele Menschen im unteren Einkommensbereich reißen sich tagtäglich den Arsch auf, haben alle Hände voll zu tun, Fallen am Ende eines Arbeitstages todmüde ins Bett und trotzdem fehlt das Geld an allen Ecken und Enden.

Und hier nun die Strategie, wie sie diesen Zustand verändern können:

1. Zeitnehmen: Aufhören zu laufen und beginnen nachzudenken.
2. Ist-Analyse: Wo befinde ich mich?
3. Ziel-Analyse: Wo möchte ich hin?
4. Strategie-Analyse: Bringt mich die derzeitige Strategie zu meinem Ziel?
5. Wenn nein: Welche Strategie bringt mich ans Ziel?

Bliebe der Hamster einmal stehen und stellte er sich die ersten beiden Fragen, würde er bemerken, dass er sich in einem Hamsterrad befindet. Bliebe er dann immer noch stehen und stellte er sich die dritte Frage, würde er die Antwort erhalten, dass einige Meter von seinem Hamsterrad entfernt das Futter steht, das er gerne haben möchte. Beschäftigte er sich mit der vierten Frage, würde er feststellen, dass er mit dieser Strategie niemals zum Ziel kommen wird, auch wenn er noch so lange und noch so schnell liefe.

Werfen Sie einmal einen ehrlichen Blick auf Ihr Leben. Vielleicht sind Sie immer sehr beschäftigt und haben kaum Zeit. Trotzdem haben Sie das Gefühl, dass Sie auf der Stelle treten oder kaum weiterkommen. Wenn das Zutrifft, dann wird es Zeit, dass Sie sich einmal hinsetzen, Ziele definieren und an Strategien feilen, wie Sie diese verwirklichen können. Wenn Sie das nicht tun, dann wird es auch in fünf Jahren noch so sein wie es heute ist – oder schlechter. Wie Sie das konkret anpacken lesen Sie in der Kategorie „Ziele & Zukunft“.

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